Laut einer Erhebung des Marktforschungsinstituts IfD Allensbach greifen rund 17 Millionen Frauen in Deutschland vor dem Schlafengehen zum Cremetiegel. Nachts regeneriert sich unsere Haut, verliert aber auch Feuchtigkeit. Genau hier sollen Nachtcremes unterstützen – sie sind meist reichhaltiger formuliert als Tagespflege und enthalten höhere Anteile an Ölen und Fetten. Doch wie gut sind diese Produkte wirklich?
Laut Öko-Test hat eine umfangreiche Untersuchung 20 Nachtcremes von verschiedenen Marken getestet, darunter auch günstige Optionen aus dem Discounter Aldi. Das Ergebnis ist insgesamt erfreulich: 18 Cremes schneiden mit „sehr gut“ oder „gut“ ab – ein starkes Signal für Verbraucherinnen, dass gute Pflege heute eher die Regel als die Ausnahme zu sein scheint.
Öko-Test prüft 50-Milliliter-Portionen
Die getesteten Produkte kosteten zwischen 1,95 Euro und 58,17 Euro – auf 50 Milliliter umgerechnet. Teuer heißt also längst nicht automatisch besser.
Aldi-Schlauchcreme erhält Bestnote
Unter den getesteten Produkten war die Aldi-Nachtcreme besonders beeindruckend. Sie erhält die Bestnote „sehr gut“. Laut Öko-Test überzeugt sie sich mit einer sauberen Rezeptur ohne problematische Inhaltsstoffe, was ein starkes Signal für preisbewusste Frauen ist, die ihrer Haut nachts etwas Gutes tun möchten.
Nicht alle Marken konnten mithalten
Andere bekannte Marken wie L’Oréal landeten mit ihren Nachtcremes nur mit „gut“ – eine Aufforderung an Verbraucherinnen, die genaue Zutatenlisten und Tests zu beachten. So zeigt sich, dass auch etablierte Marken nicht immer das Versprechen auf hohes Produktqualität halten können.
Ein weiterer Test-Produkt, der Nivea Night Reveal Face Cream, erhielt ebenfalls eine gute Bewertung, was einen positive Trend in Richtung natürlicher und wertvoller Inhaltsstoffe zeigt. Dagegen landete ein Produkt aus der Marke Biotherm nur mit „ausreichend“ – eine Abwasserspur im Vergleich zu den anderen getesteten Cremes.
Die Ergebnisse des Öko-Tests ermutigen Verbraucherinnen, sich nicht von Markenbewusstsein leiten zu lassen und stattdessen auf wissenschaftliche Tests und umfassende Informationen zu vertrauen. Das bedeutet, dass auch günstige Produkte wie die Aldi-Schlauchcreme gute Ergebnisse liefern können.
Was das für Verbraucher bedeutet
Verbraucherinnen werden sich des Öfteren auf Markenbewerbungen wie „natürlich“ oder „vollwertig“ verlassen. Doch der Öko-Test zeigt, dass auch preisgünstige Produkte in der Lage sind, die gleiche Qualität zu bieten – wenn sie entsprechend getestet wurden.
Für Verbraucherinnen bedeutet das, dass sie bei ihrer Wahl zwischen verschiedenen Nachtcremes nicht nur auf Markenbewerbungen vertrauen sollten. Stattdessen sollte man die Bewertungen von Tests wie dem Öko-Test und den Zutatenlisten beachten. So kann man sich sicherstellen, dass der Kauf einer Nachtcreme auch inhaltlichwertig ist.