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Make-up und Haut • 6 Min. Lesezeit

BB Cream, CC Cream, DD Cream vs. Foundation — wo liegen die Unterschiede und was solltest du wählen?

BB, CC, DD Cream und klassische Foundation — Unterschiede bei Inhaltsstoffen, Deckkraft und Pflege. Finde heraus, welches Produkt zu deiner Haut passt.

Veröffentlicht: 2026-04-18 • Aktualisierung: 2026-04-18

Von BB bis DD — woher kommen die Hybrid-Cremes?

Das Konzept von Cremes, die Make-up mit Pflege verbinden, stammt aus Südkorea und Deutschland. Die ersten BB Creams (Blemish Balm) entwickelte in den 1960er-Jahren die deutsche Dermatologin Christine Schrammek als Produkt zum Schutz der Haut nach Laserbehandlungen. Koreanische Marken griffen das Konzept in den 2000er-Jahren auf, fügten Pigmente und Pflegestoffe hinzu — und so entstand eine ganz neue Kosmetik-Kategorien.

Heute gibt es auf dem Markt BB, CC und DD Creams neben klassischen Foundations. Das Problem dabei: Es existieren keine rechtsverbindlichen Definitionen dieser Kategorien — ein Hersteller kann sein Produkt „BB Cream“ nennen, ohne bestimmte Kriterien erfüllen zu müssen. Deshalb ist die einzige verlässliche Informationsquelle die INCI-Liste und nicht der Name auf der Verpackung.

BB Cream — Blemish Balm / Beauty Balm

Die ursprüngliche BB Cream sollte eine Creme mit leichten Pigmenten sein, die gleichzeitig Feuchtigkeit, UV-Schutz und einen ausgeglichenen Teint bietet. In der Praxis unterscheiden sich europäische und amerikanische BB Creams jedoch deutlich von den koreanischen: Sieh dir die Details in unserer Inhaltsstoff-Enzyklopädie an.

  • Koreanische BB Creams — höhere Konzentrationen an Pflegestoffen (Niacinamid, Adenosin, Pflanzenextrakte), leichtere Konsistenz, Fokus auf den „Glass Skin“-Effekt
  • Westliche BB Creams — näher an leichten Foundations mit zusätzlichen Feuchtigkeitsspendern, manchmal ohne tatsächlich wirksame Konzentrationen aktiver Inhaltsstoffe

Eine typische BB Cream enthält: Pigmente (CI 77891 — Titanium Dioxide, CI 77491/77492/77499 — Iron Oxides), Emollients (Dimethicone, Cyclomethicone), Feuchtigkeitsspender (Glycerin, Hyaluronic Acid) und nicht selten UV-Filter. Die Deckkraft ist in der Regel leicht bis mittel.

CC Cream — Color Correcting

Die CC Cream konzentriert sich auf die Farbkorrektur — das Neutralisieren von Rötungen, Fahlheit und Unebenheiten im Teint. Der entscheidende Unterschied zur BB Cream: CC Creams enthalten häufiger korrigierende Pigmente (grünliche, violette oder pfirsichfarbene) sowie aufhellende Inhaltsstoffe.

In einer CC Cream solltest du nach Folgendem suchen:

  • Niacinamid — hellt Pigmentflecken auf und gleicht den Teint aus
  • Vitamin C (Ascorbyl Glucoside) — Antioxidans und Aufheller
  • UV-Filter — häufiger enthalten als in BB Creams
  • Perlglanz-Pigmente (Mica, CI 77019) — lassen die Haut optisch strahlen

Die Deckkraft einer CC Cream ist meist leicht — das Produkt soll den Teint ausgleichen, nicht Unreinheiten überdecken. Ideal für alle, die einen natürlichen Effekt „gesunder Haut“ ohne sichtbares Make-up wünschen.

DD Cream — Daily Defense

Die DD Cream (Daily Defense / Dynamic Do-All) ist die jüngste und zugleich am wenigsten klar abgegrenzte Kategorien. Theoretisch soll sie alle Vorteile von BB und CC vereinen — Pflege, Farbkorrektur, Feuchtigkeit und UV-Schutz — mit einem zusätzlichen Schwerpunkt auf Anti-Aging-Wirkung.

In der Praxis sind DD Creams oft Marketingprodukte, die sich nicht wesentlich von guten BB- oder CC-Cremes unterscheiden. Achte auf die konkreten Inhaltsstoffe und nicht auf die Buchstaben auf der Verpackung. Enthält eine DD Cream Retinoide, Peptide oder Ceramide in wirksamen Konzentrationen, ist das ein echter Mehrwert. Stehen diese Inhaltsstoffe am Ende der INCI-Liste, ist es leeres Marketing.

Klassische Foundation — was zeichnet sie aus?

Die Foundation ist vor allem ein farbgebendes Produkt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Teint auszugleichen und Deckkraft zu liefern — von leicht bis voll. Die Rezeptur einer Foundation ist auf Haltbarkeit, Pigmentierung und Finish (matt, satiniert, strahlend) optimiert.

Foundations enthalten höhere Pigmentkonzentrationen als BB/CC Creams, was eine bessere Deckkraft bedeutet, die Haut aber auch potenziell stärker belastet. Immer mehr Hersteller fügen ihren Foundations Pflegestoffe hinzu — worüber wir ausführlich in unserem Artikel über Gesichtscremes schreiben.

Vergleich: Deckkraft, Pflege, UV-Schutz

MerkmalBB CreamCC CreamDD CreamFoundation
DeckkraftLeicht–mittelLeichtLeicht–mittelLeicht–voll
PflegeFeuchtigkeit, GlättungFarbkorrektur, AufhellungAnti-Aging, SchutzMinimal–mäßig
SPFOft SPF 15–30Oft SPF 20–50Meist SPF 15–30Selten, SPF 15–20
Am besten fürNormale/trockene Haut, Alltags-LookUnebener Teint, RötungenReife Haut, Bedarf an MultifunktionalitätStarke Deckkraft, Haltbarkeit, Abend-Make-up

Wann BB/CC Cream und wann Foundation?

Wähle eine BB/CC Cream, wenn:

  • du einen natürlichen „No-Make-up“-Effekt bevorzugst
  • du deine Routine vereinfachen möchtest — ein Produkt statt Creme + Foundation + SPF
  • deine Haut in gutem Zustand ist und du nur einen ausgeglichenen Teint brauchst
  • dir Pflegestoffe in einem farbgebenden Produkt wichtig sind

Wähle eine Foundation, wenn:

  • du mittlere bis volle Deckkraft brauchst (Narben, Akne, Pigmentflecken)
  • dir die Haltbarkeit des Make-ups über den ganzen Tag wichtig ist
  • du eine präzise Farbabstimmung bevorzugst — Foundations bieten eine größere Farbpalette als BB/CC
  • du gezielte Pflegeprodukte unter dem Make-up verwendest und sie nicht in der Foundation benötigst

Fazit

Die Bezeichnungen BB, CC und DD Cream sind zu einem großen Teil Marketing-Konventionen — entscheidend ist, was die INCI-Liste tatsächlich enthält. Statt dich nach der Kategorien zu richten, prüfe die konkreten Pflegestoffe, die Deckkraft und das Vorhandensein von UV-Filtern. Die beste Entscheidung triffst du, wenn du die Zusammensetzung des Produkts kennst und nicht seinen Namen.

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Vergleiche die Zusammensetzung von BB, CC und Foundations in unserer Suche →

FAQ

Teilweise ja — eine BB Cream verbindet Feuchtigkeit mit leichter Deckkraft. Bei sehr trockener Haut spendet sie jedoch möglicherweise nicht genug Feuchtigkeit, und bei Bedarf an starker Deckkraft ersetzt sie keine Foundation. Für den Alltag ist sie eine gute Option, wenn die Haut in gutem Zustand ist.

Eine CC Cream konzentriert sich auf die Farbkorrektur (Neutralisieren von Rötungen, Fahlheit) und Aufhellung, während eine BB Cream den Schwerpunkt auf Feuchtigkeit und einen ausgeglichenen Teint legt. Die CC Cream hat in der Regel eine leichtere Deckkraft und enthält häufiger Vitamin C sowie Niacinamid.

In der Theorie vereint eine DD Cream die Vorteile von BB und CC mit Fokus auf Anti-Aging. In der Praxis ist das oft Marketing — die Unterschiede zwischen einer DD und einer guten BB/CC Cream sind häufig minimal. Prüfe immer die INCI-Liste, statt dich nach dem Namen der Kategorien zu richten.

In der Regel nicht — um den angegebenen SPF zu erreichen, müsste man etwa 2 mg Produkt pro cm² Haut auftragen, also deutlich mehr als eine typische Portion BB/CC Cream. Betrachte den SPF in diesen Produkten als zusätzliche und nicht als einzige Schutzlinie.

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