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Sicherheit von Inhaltsstoffen • 5 Min. Lesezeit

Sind Kojisäure und Arbutin sicher? Pigmentflecken aufhellen

Kojisäure und Arbutin hellen Pigmentflecken wirksam auf. Erfahre mehr über Sicherheit, zulässige EU-Konzentrationen und wer diese Stoffe meiden sollte.

Veröffentlicht: 2026-06-01 • Aktualisierung: 2026-06-01

Kojisäure und Arbutin — woher stammen sie und wie wirken sie?

Pigmentflecken zählen zu den häufigsten ästhetischen Hautproblemen und entstehen durch eine übermäßige Melaninproduktion der Melanozyten. Sowohl Kojisäure als auch Arbutin hemmen die Aktivität des Enzyms Tyrosinase, das für die Melanogenese entscheidend ist — daher ihre Beliebtheit in aufhellenden Formulierungen.

Kojisäure (INCI: Kojic Acid) ist ein natürliches Stoffwechselprodukt der Fermentation des Pilzes Aspergillus oryzae, derselben Sorte, die auch zur Sake-Herstellung dient. Arbutin (INCI: Arbutin) ist ein Hydrochinon-Glykosid, das natürlich in den Blättern der Preiselbeere und der Birne vorkommt. Man unterscheidet zwei Formen: das stabilere Alpha-Arbutin und das Beta-Arbutin, das aufgrund seines höheren Potenzials, Hydrochinon freizusetzen, etwas mehr Kontroversen auslöst.

Was sagt das EU-Recht zu Kojisäure?

Kojisäure ist ein Inhaltsstoff, der durch die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel geregelt wird. Der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) hat in seiner Stellungnahme SCCS/1645/21 die Sicherheit von Kojisäure in einer Konzentration von bis zu 1 % in Leave-on-Produkten für Gesicht und Hände bestätigt.

  • In der EU zulässige Höchstkonzentration: 1 % (Leave-on-Produkte für Gesicht und Hände)
  • Pflicht zur Anwendung mit UV-Filter — Kojisäure macht die Haut empfindlicher gegenüber Sonneneinstrahlung
  • Kann bei prädisponierten Personen eine Kontaktdermatitis auslösen
  • Aufgrund unzureichender Datenlage nicht für Schwangere empfohlen

Arbutin — die sichere Alternative zu Hydrochinon

Hydrochinon ist in Verbraucherkosmetik innerhalb der EU verboten. Arbutin, das als sanfterer Ersatz gilt, unterliegt einer eigenen Regelung. Der SCCS stufte in seiner Stellungnahme SCCS/1548/15 Alpha-Arbutin in einer Konzentration von bis zu 2 % in Gesichtsprodukten und 0,5 % in Körperprodukten als sicher für Verbraucher ein.

Beta-Arbutin kann in höheren Konzentrationen in der Haut Hydrochinon freisetzen, was bei den Regulierungsbehörden zur Vorsicht mahnt. In der Praxis verwenden Hersteller renommierter Kosmetik Alpha-Arbutin innerhalb der vom SCCS zugelassenen Grenzen, was ihm ein gutes Sicherheitsprofil verleiht.

Lassen sich Kojisäure und Arbutin kombinieren?

Ja — beide Inhaltsstoffe wirken synergistisch auf die Hemmung der Tyrosinase. Die Kombination kann den aufhellenden Effekt verstärken. Bei gleichzeitiger Anwendung von AHA-Säuren (z. B. Glykolsäure, Milchsäure) steigt jedoch das Reizungsrisiko, weshalb es sich empfiehlt, vorsichtig vorzugehen und Neuerungen schrittweise in die Routine einzuführen.

Wer sollte diese Inhaltsstoffe meiden?

  • Personen mit Kontaktallergie gegen Kojisäure oder Hydrochinon
  • Schwangere und stillende Frauen — eine ärztliche Rücksprache wird empfohlen
  • Personen mit sehr empfindlicher Haut — Verträglichkeitstest vor der regelmäßigen Anwendung
  • Kinder — aufhellende Produkte sind nicht für sie bestimmt

Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich der Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Bei anhaltenden Pigmentflecken oder dem Verdacht auf eine allergische Reaktion wende dich an einen Dermatologen.

Wie wählt man ein wirksames aufhellendes Serum?

Achte bei der Suche nach einem Gesichtsserum mit Kojisäure oder Arbutin auf:

  • die Konzentration des Wirkstoffs (Kojisäure max. 1 %, Alpha-Arbutin 0,5–2 %)
  • die Position auf der INCI-Liste — je weiter oben, desto höher die Konzentration
  • eine Verpackung, die vor Oxidation schützt (dunkles Glas, Airless-Pumpe)
  • das Vorhandensein von Antioxidantien (Vitamin C, E, Niacinamid), die den Effekt verstärken

Jeden Inhaltsstoff kannst du in unserer Inhaltsstoff-Enzyklopädie nachschlagen, in der du Sicherheitsbewertungen auf Basis von CosIng-Daten und SCCS-Stellungnahmen findest.

Fazit

Kojisäure und Arbutin sind vom EU-Kosmetikrecht zugelassene Inhaltsstoffe, die wirksam gegen Pigmentflecken vorgehen, sofern man sie in angemessenen Konzentrationen und mit SPF-Schutz anwendet. Empfindliche Personen, Schwangere und Allergiker sollten vor der Anwendung den Rat eines Dermatologen einholen.

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FAQ

Kojisäure in einer Konzentration von bis zu 1 % ist für die meisten Erwachsenen sicher, allerdings sollte man stets eine Creme mit SPF-Filter verwenden, da sie die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung macht. Personen mit empfindlicher Haut können mit einer Anwendung jeden zweiten Tag beginnen.

Alpha-Arbutin ist stabiler und setzt in der Haut seltener Hydrochinon frei als Beta-Arbutin. Deshalb ist es sicherer und wird häufiger in Kosmetik verwendet, insbesondere in Premium-Produkten.

Ja, Alpha-Arbutin ist in der EU und damit auch in Polen in Kosmetik zugelassen. Laut SCCS-Stellungnahme ist eine Konzentration von bis zu 2 % in Gesichtsprodukten sicher für Verbraucher.

Erste aufhellende Effekte zeigen sich in der Regel nach 4–8 Wochen regelmäßiger Anwendung. Das volle Ergebnis kann nach etwa 3 Monaten systematischer Pflege sichtbar werden.

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