Handcreme — die Inhaltsstoffe, die wirklich schützen und regenerieren
Warum altert die Haut der Hände schneller? Entdecke die Wirkstoffe in Handcremes — Glycerin, Panthenol, Ceramide — die Hände wirklich schützen und regenerieren.
Warum braucht die Haut der Hände besondere Pflege?
Die Hände gehören zu den am stärksten exponierten Körperpartien — das ganze Jahr über schwankenden Temperaturen, Wind, Wasser, Reinigungsmitteln und UV-Strahlung ausgesetzt. Zugleich ist die Haut auf dem Handrücken dünn, hat wenige Talgdrüsen und nur wenig Unterhautfettgewebe. Dadurch altern die Hände schneller als das Gesicht — Pigmentflecken, Verlust an Elastizität und sichtbare Adern sind oft die ersten Anzeichen der vergehenden Zeit.
Eine gute Handcreme ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit — besonders für Menschen, die sich häufig die Hände waschen, mit Chemikalien arbeiten oder viel Zeit im Freien verbringen.
Die Hautbarriere der Hände — was zerstört sie?
Die häufigsten Faktoren, die die Lipidbarriere der Hände schädigen, sind:
- Häufiges Händewaschen — besonders mit Seifen mit starken Tensiden (z. B. SLS), die die natürlichen Lipide auswaschen.
- Desinfektionsmittel — Ethylalkohol trocknet die Oberhaut aus.
- Reinigungs- und Putzmittel — der Kontakt ohne Handschuhe führt zu einer Kontaktdermatitis.
- Niedrige Temperaturen und trockene Luft — im Winter verliert die Haut der Hände am schnellsten Feuchtigkeit.
- UV-Strahlung — die Handrücken sind dauerhaft der Sonne ausgesetzt, was die Lichtalterung beschleunigt.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe in einer Handcreme
Glycerin (Glycerin)
Der grundlegende Feuchthaltestoff, der in den meisten Handcremes enthalten ist. Er zieht Wasser in die Oberhaut und spendet ihr von innen Feuchtigkeit. Wirksam, sicher und gut verträglich. Er sollte weit oben auf der INCI-Liste stehen — prüfe das in unserer Inhaltsstoff-Enzyklopädie.
Panthenol (Panthenol / Dexpanthenol)
Provitamin B5 mit nachgewiesener regenerierender Wirkung. Es beschleunigt die Heilung kleiner Risse und Wunden, stärkt die Hautbarriere und lindert Reizungen. Ideal in Handcremes für den Winter und nach dem Kontakt mit Reinigungsmitteln.
Ceramide
Ceramide NP, Ceramide AP, Ceramide EOP — natürliche Lipide, die den „Mörtel" zwischen den Zellen der Oberhaut bilden. Cremes mit Ceramiden bauen die geschädigte Lipidbarriere wieder auf, was bei durch häufiges Waschen strapazierten Händen entscheidend ist. Am wirksamsten in Kombination mit Cholesterol und Fettsäuren (der sogenannten Lipid-Triade).
Sheabutter (Butyrospermum Parkii Butter)
Reich an Fettsäuren (Öl- und Stearinsäure) und Phytosterolen. Sie pflegt, glättet und bildet eine Schutzschicht. Sie eignet sich gut für Nachtcremes.
Bienenwachs (Cera Alba / Beeswax)
Ein natürliches Okklusiv, das eine atmungsaktive Schutzschicht auf der Haut bildet. Besonders nützlich in „Barrierecremes" für Menschen, die unter schwierigen Bedingungen arbeiten (Gastronomie, Reinigung, Baugewerbe).
Harnstoff (Urea)
In Handcremes meist in einer Konzentration von 3–10 %. Er spendet Feuchtigkeit und peelt raue Haut leicht. Bei rissiger Haut kann er anfangs brennen — das ist normal und vorübergehend.
Allantoin (Allantoin)
Ein beruhigender Inhaltsstoff, der die Zellregeneration unterstützt. Oft mit Panthenol in regenerierenden Formeln kombiniert.
SPF für die Hände — ein unterschätztes Thema
Die Handrücken sind das ganze Jahr über UV-Strahlung ausgesetzt — beim Autofahren, Spazierengehen, Arbeiten im Freien. Trotzdem trägt fast niemand Sonnenschutz auf den Händen auf. Die Folge sind Pigmentflecken und beschleunigte Lichtalterung.
Auf dem Markt erscheinen Handcremes mit Lichtschutzfaktor SPF 15–30. Es lohnt sich, sie täglich zu verwenden, besonders im Sommer. Alternativ kann man auf die Hände dieselbe Creme mit Lichtschutzfaktor auftragen, die man für das Gesicht verwendet.
Berufsbedingte Schäden — Hände bei der Arbeit
Menschen, die mit Wasser, Chemikalien oder in Latexhandschuhen arbeiten, sind besonders anfällig für ein Kontaktekzem an den Händen. Symptome sind Rötung, Juckreiz, Bläschen und Schuppung der Haut.
In solchen Fällen sind entscheidend:
- Barrierecremes — vor der Arbeit aufgetragen, bilden sie eine Schutzschicht (oft auf Basis von Dimethicone oder Wachs).
- Schutzhandschuhe — Nitril statt Latex (Latex selbst kann ein Allergen sein).
- Regenerierende Cremes nach der Arbeit — mit Ceramiden, Panthenol und Glycerin.
Bei hartnäckigen Problemen lohnt es sich, einen Dermatologen aufzusuchen — ein chronisches Kontaktekzem erfordert eine Behandlung, nicht nur Kosmetik.
Wie wählt man eine gute Handcreme aus?
- Lies die INCI-Liste — suche nach Glycerin, Panthenol oder Ceramiden in der ersten Hälfte der Zusammensetzung.
- Wähle für den Tag leichte Formeln, die schnell einziehen und keinen fettigen Film hinterlassen.
- Verwende für die Nacht reichhaltigere Cremes mit Sheabutter oder Bienenwachs — du kannst über Nacht Baumwollhandschuhe anziehen.
- Greife im Winter zu Formeln mit Ceramiden und Panthenol.
- Vergiss den Lichtschutzfaktor auf den Handrücken nicht.
- Bei häufigem Händewaschen — trage die Creme nach jedem Waschen auf.
Was sollte man vermeiden?
- Starke Duftkompositionen — sie können rissige Haut reizen.
- Alcohol denat. — er trocknet aus, statt Feuchtigkeit zu spenden.
- „Universelle" Körpercremes — Bodylotions sind in der Regel zu leicht für die anspruchsvolle Haut der Hände.
FAQ
Idealerweise nach jedem Händewaschen, mindestens jedoch zweimal täglich — morgens und abends. In der Heizperiode und im Winter lohnt es sich, die Häufigkeit zu erhöhen. Halte eine Tube Creme am Waschbecken, in der Handtasche und auf dem Schreibtisch bereit.
Sie ist nicht zwingend erforderlich, aber sehr empfehlenswert, besonders im Sommer und für Menschen, die viel Zeit im Freien oder am Steuer verbringen. UV-Strahlung beschleunigt die Alterung der Haut der Hände und verursacht Pigmentflecken.
Eine Creme mit Panthenol und Ceramiden, abends unter Baumwollhandschuhen aufgetragen, ist eine bewährte Methode zur intensiven Regeneration. Verwende tagsüber eine Creme mit Glycerin und Sheabutter, die eine Schutzschicht bildet.
Nein. Die Haut der Füße ist deutlich dicker und benötigt höhere Konzentrationen an Wirkstoffen (z. B. 20 % Harnstoff). Handcremes haben eine zu geringe Konzentration, um wirksam auf verhornte Fersen einzuwirken.
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