Handcreme vs. Handmaske — tägliche Pflege oder intensive Regeneration?
Handcreme oder Handmaske — wann reicht die tägliche Creme, wann braucht es eine Maske? Unterschiede bei INCI-Inhaltsstoffen und Wirkung beider Produkte.
Handcreme und Handmaske — zwei verschiedene Produkte für verschiedene Zwecke
Obwohl sowohl die Handcreme als auch die Handmaske die Haut der Hände mit Feuchtigkeit versorgen und regenerieren sollen, unterscheiden sie sich in der Konzentration der Wirkstoffe, der Konsistenz, der Art der Anwendung und der Wirkdauer. Wer diese Unterschiede versteht, kann seine Hände wirksamer pflegen — vor allem dann, wenn die Haut besonders trocken, rissig oder äußeren Einflüssen ausgesetzt ist.
Was ist eine Handcreme und wie wirkt sie?
Die Handcreme ist ein Präparat mit leichter bis mittlerer Konsistenz, das für die tägliche, mehrfache Anwendung bestimmt ist. Ihre Hauptaufgaben sind das Auffüllen der Hydrolipidbarriere der Haut, das Vermeiden des transepidermalen Wasserverlusts (TEWL) sowie der Schutz vor äußeren Einflüssen (Reinigungsmittel, Frost, UV). Eine typische Zusammensetzung enthält Feuchthaltestoffe (Glycerin, Harnstoff, Hyaluronsäure), Emollients (Sheabutter, Mandelöl, Ceramide), Okklusivstoffe in geringer Konzentration (Vaseline, Dimethicon) sowie Konservierungsmittel. Das Produkt zieht schnell ein und hinterlässt keinen fettigen Film, sodass die Hände direkt nach dem Auftragen wieder einsatzbereit sind. Eine große Auswahl an Handcremes findest du in der Kategorien Handcremes.
Was ist eine Handmaske und wann greift man zu ihr?
Die Handmaske ist ein Produkt mit intensiver, regenerierender Wirkung, das höhere Wirkstoffkonzentrationen enthält als eine Creme. Erhältlich ist sie in Form einer dichten Creme, einer Buttertextur, eines öligen Konzentrats oder als fertige, mit Serum getränkte Handschuhe. Sie wird seltener angewendet — meist 1–3 Mal pro Woche oder als Teil der Nachtpflege.
Handmasken enthalten häufig:
- Höhere Harnstoffkonzentrationen (5–15 %) — Keratolytikum und Feuchthaltestoff, besonders bei verhornter Haut
- AHA-Säuren (Milchsäure, Glykolsäure) — lösen abgestorbene Hautschüppchen
- Ceramide und Lipide — bauen die Hautbarriere wieder auf
- Pflanzliche Butter (Shea, Mango, Kokos) in höherer Konzentration
- Retinol oder Peptide — bei Anti-Aging-Produkten
Das Angebot an Handmasken kannst du in der Kategorien Handmasken auf PurScore.pl ansehen.
Vergleich — wann Creme, wann Maske wählen?
Die Handcreme eignet sich, wenn:
- die Hände nach jedem Händewaschen täglichen Schutz brauchen
- die Haut nur leicht trocken oder normal mit Feuchtigkeit versorgt ist
- dir schnelles Einziehen ohne Fettigkeit wichtig ist
- du das Produkt bei der Arbeit oder beim Kochen verwendest
Die Handmaske eignet sich, wenn:
- die Hände stark ausgetrocknet, rissig oder rau sind
- die Haut nach dem Winter oder nach langem Umgang mit Haushaltschemikalien Regeneration braucht
- du eine Abendpflege anwendest — trage sie über Nacht unter Baumwollhandschuhen auf
- du deine Hände für einen besonderen Anlass vorbereitest
Inhaltsstoffe, auf die du achten solltest
In beiden Produktarten besonders wertvoll sind:
- Glycerin — einer der am besten untersuchten Feuchthaltestoffe, bindet Wasser in der Oberhaut
- Harnstoff (Urea) — in einer Konzentration von 2–5 % in Cremes als Feuchthaltestoff; 10–20 % in Masken als Keratolytikum
- Ceramide — bauen die natürliche Lipidbarriere der Haut wieder auf
- Panthenol (Provitamin B5) — beruhigt Reizungen, unterstützt die Heilung von Mikrorissen
- Hyaluronsäure — bindet Wasser, glättet die Hautoberfläche
Meide Produkte mit hohem Anteil an Duftstoffen, wenn du zu Kontaktallergien neigst — Linalool, Limonene, Geraniol und Cinnamal gehören zu den häufigsten Duftstoffallergenen, die in der Verordnung 1223/2009 (Anhang III) aufgeführt sind. Inhaltsstoffe kannst du in der INCI-Enzyklopädie von PurScore.pl nachschlagen.
Die optimale Pflegeroutine für die Hände
- Wasche deine Hände mit einer milden Seife (pH 5–6) und vermeide antibakterielle Seifen im Alltag
- Trockne die Hände sanft ab, ohne kräftig mit dem Handtuch zu reiben
- Trage die Handcreme direkt nach dem Waschen auf — solange die Haut noch leicht feucht ist
- Verwende 1–3 Mal pro Woche eine Maske, am besten abends unter Baumwollhandschuhen
- Denke im Sommer an SPF auf den Handrücken — diese Zone ist besonders anfällig für Lichtalterung
Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Chronische Hautprobleme an den Händen, die sich mit kosmetischer Pflege nicht behandeln lassen (z. B. Ekzeme, Schuppenflechte), erfordern eine dermatologische Beratung.
FAQ
Je nach Hautzustand — in der Regel 1–3 Mal pro Woche. Bei stark ausgetrockneter Haut kann man sie 1–2 Wochen lang täglich anwenden und die Anwendung danach auf eine erhaltende Häufigkeit reduzieren.
Nicht vollständig. Die Maske regeneriert intensiv, eignet sich aber wegen ihrer dichten Konsistenz und der langen Einziehzeit nicht für die tägliche Anwendung im Laufe des Tages. Die tägliche Creme bleibt die Grundlage der Handpflege.
Bei der Okklusionsmethode trägt man eine reichhaltige Handcreme oder Handmaske auf und bedeckt die Hände über Nacht mit Baumwollhandschuhen. Die Okklusion verlangsamt das Verdunsten von Wasser und erhöht so die Feuchtigkeit der Oberhaut. Sie ist wirksam bei trockenen und rissigen Händen.
Für Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten, lohnt sich eine Handcreme mit Lichtschutzfaktor SPF 30 oder höher, da die Handrücken zu den am stärksten der UV-Strahlung ausgesetzten Körperzonen gehören und anfällig für Pigmentflecken und Lichtalterung sind.
Produkte prüfen
Suchst du Kosmetik zu diesem Thema? Vergleiche Inhaltsstoffe und Preise auf PurScore.