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Körperpflege • 5 Min. Lesezeit

Fußpflege — welche Inhaltsstoffe gegen trockene und rissige Fersen?

Trockene und rissige Fersen sind ein häufiges Problem. Lerne die Inhaltsstoffe kennen, die wirklich wirken — Urea, Salicylsäure, Lanolin.

Veröffentlicht: 2026-04-17 • Aktualisierung: 2026-04-17

Warum ist die Haut an den Füßen so anspruchsvoll?

Die Haut an den Fersen ist die dickste am ganzen Körper — die Hornschicht der Epidermis kann sogar bis zu 50-mal dicker sein als an den Augenlidern. Die Füße besitzen keine Talgdrüsen, das heißt, sie produzieren kein natürliches Sebum, das vor Feuchtigkeitsverlust schützt. In Kombination mit der täglichen mechanischen Belastung (Druck des Körpergewichts, Reibung durch Schuhe) ist die Haut der Fersen besonders anfällig für Austrocknung, Verhornung und Risse.

Das Problem trockener Fersen betrifft bis zu 20 % der Erwachsenen und ist nicht nur kosmetischer Natur — tiefe Risse (Rhagaden) können schmerzhaft sein und eine Eintrittspforte für Infektionen darstellen.

Harnstoff (Urea) — der Goldstandard der Fußpflege

Harnstoff ist ein natürlicher Bestandteil des NMF (Natural Moisturizing Factor), der in gesunder Haut vorkommt. In Fußcremes wird er in deutlich höheren Konzentrationen eingesetzt als in gewöhnlichen Körperlotionen:

  • 5–10 % Urea — Feuchtigkeitsversorgung und Glättung leicht trockener Haut.
  • 10–15 % Urea — intensive Feuchtigkeitsversorgung, leichtes Abtragen verhornter Hautschüppchen.
  • 20–25 % Urea — starke keratolytische Wirkung (Aufweichen und Entfernen verhornter Haut). Diese Konzentration wird bei deutlich verdickten Fersen empfohlen.
  • 30–40 % Urea — wird in medizinischen Präparaten verwendet, z. B. zum Entfernen von Pilznägeln. Für die tägliche Pflege ungeeignet.

Achte bei der Suche nach einer Fußcreme auf die angegebene Harnstoff-Konzentration. Gibt der Hersteller sie nicht an und erscheint Urea weit unten auf der INCI-Liste, ist die Konzentration wahrscheinlich zu niedrig, um einen spürbaren keratolytischen Effekt zu erzielen.

Salicylsäure — gegen Verhornungen und Hühneraugen

Salicylic Acid wirkt in einer Konzentration von 2–5 % keratolytisch — sie lockert die Verbindung zwischen den Zellen der Hornschicht und erleichtert so deren Abschuppung. Besonders nützlich ist sie bei:

  • harten Verhornungen (Schwielen),
  • Hühneraugen,
  • stark verdickter Fersenhaut, die auf Harnstoff allein nicht reagiert.

In höheren Konzentrationen (10–20 %) wird Salicylsäure in Präparaten gegen Hühneraugen und Warzen eingesetzt — diese Produkte erfordern eine punktuelle Anwendung und eignen sich nicht zur allgemeinen Fußpflege.

Weitere wertvolle Inhaltsstoffe in Fußcremes

Lanolin (Lanolin)

Ein natürliches Wachs, das aus Schafwolle gewonnen wird. Es bildet eine halbdurchlässige okklusive Schicht, die Feuchtigkeit zurückhält und der Haut gleichzeitig erlaubt zu „atmen“. Es macht verhornte Partien hervorragend geschmeidig. Achtung: Bei einem kleinen Teil der Menschen kann es Kontaktallergien auslösen.

AHA — Alpha-Hydroxysäuren

Glykolsäure (Glycolic Acid) und Milchsäure (Lactic Acid) unterstützen in einer Konzentration von 5–12 % die Abschuppung abgestorbener Hautschüppchen an den Füßen. Milchsäure hat einen zusätzlichen Vorteil — sie ist zugleich ein Feuchthaltemittel und hält die Feuchtigkeit in der Haut.

Sheabutter und pflanzliche Öle

Butyrospermum Parkii Butter (Sheabutter), Avocadoöl und Aprikosenkernöl liefern Fettsäuren und bilden eine Schutzschicht. Sie bewähren sich als ergänzende Inhaltsstoffe — allein lösen sie das Problem der Hyperkeratose nicht, verbessern aber den Komfort und die Elastizität der Haut.

Panthenol und Allantoin

Beide Inhaltsstoffe unterstützen die Regeneration der Epidermis und lindern Reizungen. Panthenol (Panthenol) ist besonders nützlich, wenn an den Fersen bereits Risse auftreten — es fördert die Heilung kleiner Wunden.

Die häusliche Fußpflege-Routine

  1. Einweichen: Weiche die Füße 10–15 Minuten in warmem Wasser ein, um die verhornte Haut aufzuweichen.
  2. Abschuppen: Entferne die abgestorbene Haut vorsichtig mit einem Bimsstein oder einer Fußfeile. Vermeide scharfe Werkzeuge — sie können Mikroverletzungen verursachen.
  3. Creme mit Harnstoff: Trage eine Creme mit mind. 10 % Urea auf Fersen und Fußsohlen auf. Für eine intensivere Wirkung ziehe über Nacht Baumwollsocken an.
  4. Tägliche Feuchtigkeitspflege: Verwende die Fußcreme täglich, nicht nur „zu besonderen Anlässen“.

Wann zum Podologen oder Dermatologen?

Nicht jedes Fußproblem lässt sich mit einer Creme aus der Drogerie lösen. Eine Konsultation mit einem Spezialisten ist ratsam, wenn:

  • Die Risse tief sind, bluten oder Schmerzen verursachen.
  • Die Haut um die Fersen gerötet, geschwollen ist oder Flüssigkeit absondert — das kann auf eine Infektion hindeuten.
  • Das Problem trotz regelmäßiger Pflege wiederkehrt — die Ursache kann eine Pilzinfektion, Schuppenflechte oder ein Ekzem sein.
  • Du Diabetes hast — der diabetische Fuß erfordert eine spezialisierte Betreuung; selbstständiges Abschuppen ist riskant.

Der Podologe ist ein Spezialist für die nichtchirurgische Behandlung der Füße, und der Dermatologe hilft bei Hautkrankheiten. Zögere den Besuch nicht hinaus, wenn häusliche Methoden nach 2–3 Wochen keine Wirkung zeigen.

Was solltest du vermeiden?

  • Scharfe Klingen und Raspeln — ein zu aggressives Entfernen der Hornhaut regt die Haut zu einer noch intensiveren Verhornung an.
  • Handcremes statt FußcremesHandcremes haben in der Regel eine zu niedrige Harnstoff-Konzentration, um auf die dicke Haut der Fersen zu wirken.
  • Barfußlaufen auf harten Oberflächen — das erhöht den mechanischen Druck und verschlimmert das Problem.

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FAQ

Bei leichter Austrocknung genügen 10 % Urea. Bei deutlich verhornten, rauen Fersen greife zu einer Creme mit 20–25 % Harnstoff. Konzentrationen über 25 % sind für medizinische Zwecke bestimmt und erfordern die Konsultation eines Spezialisten.

Ja, sofern er schonend auf aufgeweichter Haut angewendet wird. Verwende den Bimsstein nicht auf trockener Haut und drücke nicht zu fest. Vermeide Metallraspeln und Klingen — ein zu aggressives Abschuppen kann die Verhornung verstärken.

Ja, eine regelmäßige Anwendung ist sogar entscheidend. Die Creme mit Harnstoff trägt man am besten abends auf saubere, trockene Füße auf und zieht anschließend Baumwollsocken an, um die Aufnahme der Wirkstoffe zu verstärken.

Wenn die Risse bluten, schmerzhaft sind, von Rötung oder Schwellung begleitet werden oder das Problem trotz 2–3 Wochen regelmäßiger Pflege nicht abklingt. Menschen mit Diabetes sollten bei jedem Problem mit den Füßen einen Spezialisten konsultieren.

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