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Imidazolidinyl Urea (Imidazolidinylharnstoff)

Kosmetischer Inhaltsstoff · Stand: Oktober 2026

Imidazolidinyl Urea ist ein synthetischer Konservierungsstoff aus der Gruppe der Formaldehydabspalter. Er hemmt vor allem Bakterien und wird oft mit anderen Konservierern kombiniert; bei empfindlicher Haut kann er Allergien auslösen.

864Produkte in der PurScore-Datenbank enthalten Imidazolidinyl Urea
Position 18typische Stelle in der INCI-Liste (Median)
153Marken setzen den Stoff ein
11Schreibweisen in Herstellerangaben zusammengefasst

Imidazolidinyl Urea dient in Kosmetik als Konservierungsstoff. Er wirkt vor allem gegen Bakterien, gegen Hefen und Schimmelpilze dagegen nur schwach. Deshalb wird er meist mit anderen Konservierungsstoffen kombiniert, klassisch mit Parabenen wie Methylparaben. Seine Wirkung beruht darauf, dass er im wasserhaltigen Produkt nach und nach kleine Mengen Formaldehyd freisetzt.

Hergestellt wird der Stoff synthetisch durch Reaktion von Allantoin mit Formaldehyd; chemisch ist er eng mit Diazolidinyl Urea verwandt. In der PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026) steht Imidazolidinyl Urea in 864 Produkten, am häufigsten in den Kategorien Shampoos (63), Haarspülungen (Conditioner) (44), Gesichtscremes (32), Haarmasken (28), Handcremes (26). Auffällig oft sind es Haarprodukte: Shampoos (63), Conditioner (39) und Haarmasken (28). Dazu kommen Gesichtscremes (32), Handcremes (25) und 522 allgemeine Kosmetikprodukte.

Formaldehyd ist ein häufiges Kontaktallergen und nach EU-Chemikalienrecht als krebserzeugend eingestuft. Die Mengen, die aus Konservierungsstoffen entstehen, sind gering; bei Menschen mit Formaldehyd-Allergie können sie dennoch Ekzeme auslösen. In Produkten, die abgespült werden, wie Shampoos, ist der Hautkontakt kürzer als in Cremes, die auf der Haut bleiben. Bei wiederkehrenden Hautreaktionen kann ein Epikutantest in der Hautarztpraxis klären, ob eine Allergie vorliegt.

Die typische Position 17 liegt im hinteren Teil der INCI-Liste. Das ist für Konservierungsstoffe üblich, denn sie werden in geringen Mengen unter 1 % eingesetzt. Solche Bestandteile dürfen in beliebiger Reihenfolge aufgeführt werden, sodass die genaue Position wenig über die tatsächliche Menge verrät.

Rechtlicher Status in der EU

In der EU als Konservierungsstoff bis 0,6 % zugelassen (Anhang V, Nr. 27 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009). Erreicht die theoretisch freisetzbare Formaldehydmenge im Fertigprodukt 0,001 %, ist nach der Verordnung (EU) 2022/1181 der Hinweis „setzt Formaldehyd frei“ vorgeschrieben.

In welchen Produkten steckt Imidazolidinyl Urea?

ProduktkategorieProdukte mit Imidazolidinyl Urea
Kosmetikprodukte561
Shampoos63
Haarspülungen (Conditioner)44
Gesichtscremes32
Haarmasken28
Handcremes26

Gut bewertete Produkte mit Imidazolidinyl Urea

Sortiert nach PurScore-Bewertung, höchstens zwei Produkte je Marke und Produktlinie, nur Produkte mit erkennbar vollständiger INCI-Liste.

Häufige Fragen

Ist Imidazolidinyl Urea schädlich?

In der zugelassenen Menge gilt der Stoff für die meisten Menschen als unproblematisch. Da er Formaldehyd freisetzt, kann er jedoch bei empfindlichen Personen Kontaktallergien auslösen.

Ist Imidazolidinyl Urea dasselbe wie Formaldehyd?

Nein. Es ist ein eigener Stoff, der im Produkt langsam geringe Mengen Formaldehyd abgibt. Wer gegen Formaldehyd allergisch ist, kann trotzdem darauf reagieren.

Warum steckt Imidazolidinyl Urea in Shampoos?

Shampoos enthalten viel Wasser und sind dadurch anfällig für Keime. Konservierungsstoffe wie Imidazolidinyl Urea sorgen dafür, dass das Produkt nach dem Öffnen haltbar bleibt.

Quellen: Herstellerangaben (INCI-Listen) aus dem Handel, EU-Datenbank CosIng, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Zahlen beziehen sich auf die PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026). So bewerten wir.

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