Methylisothiazolinone
Methylisothiazolinon (MI) ist ein synthetischer Konservierungsstoff, der Keime in wasserhaltigen Produkten hemmt. Er gilt als häufiger Auslöser von Kontaktallergien und ist in der EU nur noch in abzuspülenden Produkten erlaubt.
Methylisothiazolinon, kurz MI, ist ein Konservierungsstoff aus der Gruppe der Isothiazolinone. Er hemmt bereits in sehr geringen Mengen das Wachstum von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen und schützt so wasserhaltige Produkte vor dem Verderb. MI wird synthetisch hergestellt und allein oder zusammen mit Methylchlorisothiazolinon eingesetzt.
In der PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026) steht Methylisothiazolinone in 3.430 Produkten, am häufigsten in den Kategorien Shampoos (964), Haarmasken (231), Haarspülungen (Conditioner) (199), Seifen (90), Haarfarben (67). Neben der Sammelkategorie Kosmetikprodukte sind das vor allem Shampoos (947), Haarmasken (228), Haarspülungen (198), Seifen (90) und Haarfarben (67), also überwiegend Produkte, die nach kurzer Einwirkzeit abgespült werden. Die typische Position liegt bei Platz 21. INCI-Listen sind nach Menge absteigend sortiert, Stoffe unter 1 % dürfen beliebig angeordnet sein; die späte Position passt zu den sehr kleinen Mengen, in denen Konservierungsstoffe eingesetzt werden.
MI ist ein bekanntes Kontaktallergen. Anfang der 2010er-Jahre stieg die Zahl der Sensibilisierungen in Europa deutlich an, nachdem der Stoff vermehrt auch in Cremes, Feuchttüchern und anderen Produkten verwendet wurde, die auf der Haut bleiben. Typisch ist ein juckendes, gerötetes Ekzem, das auch an Stellen auftreten kann, die nicht direkt behandelt wurden, etwa an Händen oder Augenlidern. Wer einmal sensibilisiert ist, bleibt es in der Regel dauerhaft.
Als Reaktion darauf hat die EU den Einsatz stark eingeschränkt. In abspülbaren Produkten ist das Risiko geringer, weil der Stoff nur kurz auf der Haut bleibt; ganz ausgeschlossen ist eine Reaktion bei bereits Sensibilisierten aber nicht. Wenn du eine bekannte MI-Allergie hast, achte auch auf Haushaltsprodukte und Wandfarben, in denen Isothiazolinone ebenfalls vorkommen können, und lass unklare Hautreaktionen ärztlich abklären.
Rechtlicher Status in der EU
In der EU nur in Rinse-off-Produkten bis 0,0015 % zugelassen (Anhang V, Nr. 57 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009); in Leave-on-Produkten ist Methylisothiazolinon nicht mehr erlaubt.
In welchen Produkten steckt Methylisothiazolinone?
| Produktkategorie | Produkte mit Methylisothiazolinone |
|---|---|
| Kosmetikprodukte | 1.581 |
| Shampoos | 964 |
| Haarmasken | 231 |
| Haarspülungen (Conditioner) | 199 |
| Seifen | 90 |
| Haarfarben | 67 |
Gut bewertete Produkte mit Methylisothiazolinone
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L'BIOTICA Augenpads reduzierend Lidschatten, 3x2 Stk.
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L'BIOTICA
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67/100
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niezdefiniowany Oxedermil Creme 30% Urea, 50ml
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OCEANIC Oxedermil Creme 30% 50ml
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Häufige Fragen
Ist Methylisothiazolinon schädlich?
MI ist ein häufiger Auslöser von Kontaktallergien. Deshalb ist es in der EU nur noch in abspülbaren Produkten und in sehr geringer Konzentration erlaubt.
Warum ist Methylisothiazolinon in Shampoo noch erlaubt?
In Rinse-off-Produkten bleibt der Stoff nur kurz auf der Haut, das Allergierisiko ist dadurch geringer. Bei bestehender Sensibilisierung können aber auch solche Produkte Reaktionen auslösen.
Woran erkenne ich Methylisothiazolinon in der INCI-Liste?
Achte auf die Bezeichnung Methylisothiazolinone; häufig steht sie zusammen mit Methylchloroisothiazolinone. Die Kurzform MI wird in INCI-Listen nicht verwendet.
Quellen: Herstellerangaben (INCI-Listen) aus dem Handel, EU-Datenbank CosIng, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Zahlen beziehen sich auf die PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026). So bewerten wir.