Premium

Sodium Monofluorophosphate (Natriummonofluorophosphat)

Kosmetischer Inhaltsstoff · Stand: Oktober 2026

Natriummonofluorophosphat ist eine Fluoridverbindung, die vor allem in Zahnpasten steckt. Das freigesetzte Fluorid kann den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säuren machen und so zur Kariesvorbeugung beitragen.

1.053Produkte in der PurScore-Datenbank enthalten Sodium Monofluorophosphate
Position 8typische Stelle in der INCI-Liste (Median)
94Marken setzen den Stoff ein
42Schreibweisen in Herstellerangaben zusammengefasst

Natriummonofluorophosphat, oft als MFP abgekürzt, ist ein anorganisches Salz, das in der Mundpflege als Fluoridquelle dient. Das Fluorid ist im Molekül gebunden und wird im Mund durch Enzyme aus Speichel und Zahnbelag nach und nach freigesetzt. Fluorid kann sich in den Zahnschmelz einlagern, die Remineralisierung unterstützen und den Schmelz widerstandsfähiger gegen Säuren machen. Fluoridhaltige Zahnpasta gilt in der Zahnmedizin als wichtiger Baustein der Kariesvorbeugung.

Der Stoff wird synthetisch hergestellt. Ein praktischer Vorteil gegenüber Natriumfluorid: MFP verträgt sich gut mit calciumhaltigen Putzkörpern wie Calciumcarbonat, weil das Fluorid erst im Mund abgespalten wird und nicht schon in der Tube mit dem Calcium reagiert. In der PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026) steht Sodium Monofluorophosphate in 1.053 Produkten, am häufigsten in den Kategorien Zahnpasten (844), Babypflegeprodukte (13), Zahnaufhellung (1). Dazu kommen neun Babypflegeprodukte und ein Produkt zur Zahnaufhellung.

Die typische Position 8 zeigt, dass MFP eher im mittleren Bereich der INCI-Liste steht. In Zahnpasten machen Putzkörper, Feuchthaltemittel und Wasser den Großteil der Rezeptur aus; das Fluoridsalz ist nur ein kleiner Anteil. Liefert MFP allein den erlaubten Höchstgehalt von 0,15 % Fluor, macht es nur gut 1 % der Rezeptur aus. Ob es in einem Produkt knapp über oder unter der 1-%-Grenze liegt, unterhalb derer Bestandteile in beliebiger Reihenfolge stehen dürfen, lässt sich von außen nicht erkennen.

Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch gilt Fluorid in Zahnpasta als sicher. Verschlucken Kinder im Zahnwachstum über längere Zeit zu viel Fluorid, können weiße Flecken auf den Zähnen entstehen, die sogenannte Dentalfluorose. Für Kinder gibt es deshalb eigene Empfehlungen zu Fluoridgehalt und Zahnpastamenge; was für dein Kind passt, klärst du am besten in der Zahnarzt- oder Kinderarztpraxis.

Rechtlicher Status in der EU

In der EU sind Fluoridverbindungen wie Natriummonofluorophosphat in Mundpflegeprodukten bis zu einem Gesamtfluoridgehalt von 0,15 % (berechnet als Fluor) zugelassen (Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009). Zahnpasten mit 0,1 bis 0,15 % Fluor müssen zusätzlich einen Anwendungshinweis für Kinder bis sechs Jahre tragen, sofern sie nicht als ungeeignet für Kinder gekennzeichnet sind.

In welchen Produkten steckt Sodium Monofluorophosphate?

ProduktkategorieProdukte mit Sodium Monofluorophosphate
Zahnpasten844
Kosmetikprodukte194
Babypflegeprodukte13
Zahnaufhellung1

Gut bewertete Produkte mit Sodium Monofluorophosphate

Sortiert nach PurScore-Bewertung, höchstens zwei Produkte je Marke und Produktlinie, nur Produkte mit erkennbar vollständiger INCI-Liste.

Häufige Fragen

Ist Natriummonofluorophosphat schädlich?

In Zahnpasta und bei normalem Gebrauch gilt der Stoff als sicher. Problematisch kann eine dauerhaft zu hohe Fluoridaufnahme sein, etwa wenn Kinder regelmäßig viel Zahnpasta verschlucken.

Was ist der Unterschied zwischen Natriummonofluorophosphat und Natriumfluorid?

Beide liefern Fluorid. Bei Natriumfluorid liegt es direkt frei vor, bei Natriummonofluorophosphat wird es erst im Mund abgespalten; dafür lässt es sich gut mit calciumhaltigen Putzkörpern kombinieren.

Ist Zahnpasta mit Natriummonofluorophosphat für Kinder geeignet?

Es gibt Kinderzahnpasten mit diesem Fluoridsalz. Welche Fluoridmenge passt, hängt vom Alter ab; frag dazu in der Zahnarzt- oder Kinderarztpraxis nach.

Quellen: Herstellerangaben (INCI-Listen) aus dem Handel, EU-Datenbank CosIng, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Zahlen beziehen sich auf die PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026). So bewerten wir.

0 Produkte