Nagellacke
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Klassischer Nagellack trocknet an der Luft, deshalb besteht seine INCI-Liste größtenteils aus Lösungsmitteln und Filmbildnern. Typisch sind Butyl Acetate und Ethyl Acetate als Lösungsmittel, die nach dem Auftragen verdunsten, dazu Isopropyl Alcohol. Den eigentlichen Lackfilm bildet Nitrocellulose, unterstützt von Harzen wie dem Adipic Acid/Neopentyl Glycol/Trimellitic Anhydride Copolymer. Weichmacher wie Acetyl Tributyl Citrate halten den Lack flexibel, Stearalkonium Bentonite verhindert, dass die Pigmente absinken.
Viele achten auf Angaben wie 5-free oder 10-free, die zeigen, auf welche umstrittenen Stoffe verzichtet wird. Gemeint sind meist Formaldehyd, Toluol, Dibutylphthalat (DBP), Formaldehyd-Harz (Tosylamide/Formaldehyde Resin) und Kampfer; DBP ist in Kosmetik in der EU ohnehin verboten. Bei Nagellack spielt außerdem das Einatmen der Lösungsmitteldämpfe eine Rolle, deshalb ist gutes Lüften sinnvoll. Wer nach dem Lackieren Rötungen an Lidern oder Hals bemerkt, reagiert möglicherweise allergisch auf Lackharze und sollte das ärztlich abklären lassen. In der PurScore-Datenbank sind 1.159 Nagellacke bewertet (Stand Oktober 2026).
Häufige Fragen
Was bedeutet 5-free oder 10-free bei Nagellack?
Das sind keine gesetzlich festgelegten Begriffe, sondern Herstellerangaben. Die Zahl gibt an, auf wie viele umstrittene Stoffe verzichtet wird; bei 5-free sind das meist Formaldehyd, Toluol, Dibutylphthalat, Formaldehyd-Harz und Kampfer. Was genau gemeint ist, unterscheidet sich je nach Marke, deshalb lohnt der Blick in die INCI-Liste.
Ist Nitrocellulose im Nagellack bedenklich?
Nitrocellulose ist ein seit Langem verwendeter Filmbildner und bildet im getrockneten Lack den festen Film. Der flüssige Lack ist wegen der Lösungsmittel leicht entzündlich, deshalb gehört er nicht in die Nähe offener Flammen.