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Sicherheit von Inhaltsstoffen • 5 Min. Lesezeit

Reizt SLES (Sodium Laureth Sulfate) die Haut? Fakten und Mythen

Reizt SLES (Sodium Laureth Sulfate) wirklich die Haut? Was Wissenschaft und SCCS sagen: Fakten zu sicheren Dosen und wem das beliebte Tensid schaden kann.

Veröffentlicht: 2026-06-01 • Aktualisierung: 2026-06-01

Was ist SLES und warum sorgt es für Kontroversen?

Sodium Laureth Sulfate (SLES) ist eines der am weitesten verbreiteten Tenside in reinigenden Kosmetikprodukten. Wir finden es in den meisten Shampoos, Duschgels und Schaumprodukten. Seine Beliebtheit verdankt es der guten Schaumbildung bei niedrigen Kosten.

SLES und SLS – wo liegt der Unterschied?

SLES durchläuft einen Ethoxylierungsprozess, der es milder macht als SLS. Deshalb wird es häufig in Duschgels eingesetzt. Studien, die die reizende Wirkung von SLS belegen, lassen sich nicht automatisch auf SLES übertragen.

Was sagen der SCCS und die EU-Vorschriften?

Der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) sowie die Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 regeln die zulässigen Konzentrationen von Inhaltsstoffen. SLES gilt in abspülbaren Kosmetikprodukten bis zu etwa 20 % als sicher. Die CosIng-Datenbank stuft es bei korrekten Konzentrationen als für Erwachsene zugelassenen Stoff ein.

Reizt SLES die Haut wirklich?

Bei den meisten gesunden Erwachsenen verursacht SLES in üblichen Konzentrationen keine Reizungen. Probleme können auftreten bei: atopischer Haut (Neurodermitis), häufigem Waschen, hoher Konzentration im Produkt sowie historisch durch eine Spurenverunreinigung mit 1,4-Dioxan (moderne Verfahren minimieren diese).

  • Atopische und empfindliche Haut – eine geschwächte Hautbarriere kann bereits auf niedrige SLES-Konzentrationen reagieren
  • Häufiges Waschen – Abbau der Lipidschicht der Haut
  • Hohe Konzentration – Produkte mit SLES weit oben auf der INCI-Liste sind aggressiver

Wie erkenne ich SLES auf dem Etikett?

Suche auf der INCI-Liste nach der Bezeichnung Sodium Laureth Sulfate. Je weiter oben es steht, desto höher ist die Konzentration. Analysiere dein Produkt in unserer Enzyklopädie der Inhaltsstoffe, in der SLES ausführlich mit einer Sicherheitsbewertung beschrieben wird.

Wer sollte SLES meiden?

Meiden oder einschränken sollten den Einsatz Menschen mit Neurodermitis, mit Kontaktallergie gegen Sulfate, mit sehr trockener und empfindlicher Kopfhaut sowie Kinder unter 3 Jahren. Alternativen sind Sulfosuccinate, Kokosbetaine oder Alkylglucoside.

Fazit

SLES gehört zu den am besten untersuchten Kosmetik-Inhaltsstoffen und ist für gesunde Erwachsene sicher. Es ist weder krebserregend noch stört es in üblichen Dosen das Hormonsystem. Für Menschen mit empfindlicher Haut lohnt es sich, mildere Tenside in Betracht zu ziehen.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultiere einen Dermatologen.

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FAQ

Nein. SLES durchläuft einen Ethoxylierungsprozess, der es milder macht als SLS. SLES ist weniger reizend und wird häufiger in Produkten für einen breiten Nutzerkreis eingesetzt.

Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine krebserregende Wirkung von SLES in kosmetischen Konzentrationen. Der SCCS und die EU-Vorschriften (Verordnung 1223/2009) lassen seine Verwendung als sicher zu.

Menschen mit Neurodermitis sollten vorsichtig sein. Eine geschwächte Hautbarriere kann selbst bei niedrigen Konzentrationen auf SLES reagieren. Empfohlen werden Produkte mit milderen Tensiden.

Prüfe die Position von SLES auf der INCI-Liste – je weiter oben, desto höher die Konzentration. PurScore.pl analysiert Rezepturen und gibt eine Sicherheitsbewertung an.

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