Methylparaben
Methylparaben ist ein Konservierungsstoff aus der Gruppe der Parabene, der Kosmetik vor Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen schützt. Es gehört zu den am besten untersuchten Konservierern und gilt in den zulässigen Mengen als sicher.
Methylparaben ist der Methylester der 4-Hydroxybenzoesäure. Es hemmt das Wachstum von Schimmelpilzen, Hefen und vielen Bakterien. Weil ein einzelner Konservierungsstoff selten alle Keime erfasst, wird Methylparaben oft mit anderen Parabenen wie Propylparaben oder mit Phenoxyethanol kombiniert. Konservierung ist bei wasserhaltigen Produkten nötig, damit sich nach dem Öffnen keine Keime darin vermehren.
In kleinen Mengen kommt Methylparaben auch in Pflanzen vor, etwa in Heidelbeeren. Für Kosmetik wird der Stoff synthetisch hergestellt. Als Lebensmittelzusatzstoff ist er unter der Nummer E 218 bekannt.
In der PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026) steht Methylparaben in 7.700 Produkten, am häufigsten in den Kategorien Gesichtscremes (547), Shampoos (353), Zahnpasten (254), Handcremes (225), Haarspülungen (Conditioner) (225). Die typische Position ist Platz 19 der INCI-Liste. Konservierungsstoffe werden in Mengen deutlich unter 1 % eingesetzt und stehen deshalb im hinteren Teil der Liste, wo die Reihenfolge beliebig ist.
Parabene stehen seit Jahren in der Kritik, weil sie im Labor schwach östrogenartig wirken können. Diese Wirkung ist bei kurzkettigen Parabenen wie Methylparaben deutlich schwächer als bei langkettigen; einige andere Parabene sind in der EU inzwischen verboten. Methylparaben gilt in den erlaubten Konzentrationen als sicher und löst vergleichsweise selten Kontaktallergien aus, auf geschädigter Haut etwas häufiger als auf gesunder. Ein Hinweis wie „parabenfrei“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt verträglicher ist, denn auch andere Konservierungsstoffe können Allergien auslösen.
Rechtlicher Status in der EU
In der EU als Konservierungsstoff bis 0,4 % (berechnet als Säure) zugelassen, in Mischungen mit anderen Parabenen bis insgesamt 0,8 % (Anhang V, Nr. 12 der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009).
In welchen Produkten steckt Methylparaben?
| Produktkategorie | Produkte mit Methylparaben |
|---|---|
| Kosmetikprodukte | 3.989 |
| Gesichtscremes | 547 |
| Shampoos | 353 |
| Zahnpasten | 254 |
| Handcremes | 225 |
| Haarspülungen (Conditioner) | 225 |
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Häufige Fragen
Ist Methylparaben schädlich?
In den in der EU erlaubten Mengen gilt Methylparaben als sicher. Seine schwache hormonähnliche Wirkung im Labor ist deutlich geringer als die langkettiger Parabene, und Kontaktallergien sind vergleichsweise selten.
Warum ist Methylparaben in Kosmetik?
Es schützt wasserhaltige Produkte vor Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen, damit sie nach dem Öffnen haltbar bleiben.
Sind parabenfreie Produkte besser verträglich?
Nicht automatisch. Auch andere Konservierungsstoffe können Hautreizungen oder Allergien auslösen; Methylparaben gehört zu den Konservierern, die vergleichsweise selten Allergien auslösen.
Quellen: Herstellerangaben (INCI-Listen) aus dem Handel, EU-Datenbank CosIng, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Zahlen beziehen sich auf die PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026). So bewerten wir.