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Retinol

Kosmetischer Inhaltsstoff · Stand: Oktober 2026

Retinol ist die Alkoholform von Vitamin A und einer der bekanntesten Wirkstoffe in Anti-Aging-Pflege. Es kann die Hauterneuerung anregen, reizt aber anfangs oft und macht die Haut lichtempfindlicher.

1.311Produkte in der PurScore-Datenbank enthalten Retinol
Position 16typische Stelle in der INCI-Liste (Median)
223Marken setzen den Stoff ein
40Schreibweisen in Herstellerangaben zusammengefasst

Retinol ist Vitamin A in seiner Alkoholform. In der Haut wird es schrittweise über Retinal in Retinsäure umgewandelt, die an Rezeptoren in den Hautzellen bindet. In Kosmetik wird Retinol eingesetzt, um die Zellerneuerung anzuregen, das Hautbild zu verfeinern und feine Linien sowie Pigmentflecken weniger sichtbar zu machen. Es gilt als einer der am besten untersuchten Wirkstoffe gegen sichtbare Zeichen der Hautalterung.

Für Kosmetik wird Retinol synthetisch hergestellt. Es ist empfindlich gegenüber Licht, Luft und Wärme und wird deshalb in lichtdichten Verpackungen, oft in Airless-Spendern oder verkapselt, angeboten. Mildere verwandte Formen sind Ester wie Retinylpalmitat, die in der Haut erst umgewandelt werden müssen.

In der PurScore-Datenbank steckt Retinol in 1.223 Produkten (Stand Oktober 2026), vor allem in Gesichtscremes (186), Augencremes (106), Gesichtsseren (94), Gesichtsmasken (25) und Körperbalsamen (13). Der Median der Position liegt bei 16. INCI-Listen sind nach Menge absteigend sortiert, Stoffe unter 1 % stehen in beliebiger Reihenfolge. Retinol wird stets in niedriger Konzentration eingesetzt, sodass die Position wenig über die tatsächliche Dosis verrät.

Typische Nebenwirkungen zu Beginn sind Rötung, Schuppung, Brennen und Trockenheit. Viele vertragen Retinol besser, wenn sie die Anwendung langsam steigern, es abends auftragen und tagsüber konsequent Sonnenschutz verwenden, da die Haut lichtempfindlicher werden kann. In Schwangerschaft und Stillzeit wird aus Vorsicht von Retinol-Pflege abgeraten; sprich im Zweifel mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Als Alternative ohne Vitamin A wird häufig Bakuchiol angeboten.

Rechtlicher Status in der EU

Mit der Verordnung (EU) 2024/996 wurde Retinol in Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 aufgenommen: höchstens 0,05 % Retinoläquivalent in Körperlotionen und 0,3 % in anderen Leave-on- und Rinse-off-Produkten. Vorgeschrieben ist außerdem ein Warnhinweis, die tägliche Vitamin-A-Aufnahme zu berücksichtigen.

In welchen Produkten steckt Retinol?

Gut bewertete Produkte mit Retinol

Sortiert nach PurScore-Bewertung, höchstens zwei Produkte je Marke und Produktlinie, nur Produkte mit erkennbar vollständiger INCI-Liste.

Häufige Fragen

Darf man Retinol in der Schwangerschaft verwenden?

Aus Vorsicht wird von Retinol-Pflege in Schwangerschaft und Stillzeit meist abgeraten. Sprich am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Warum reizt Retinol die Haut?

Retinol regt die Zellerneuerung an, was gerade zu Beginn zu Rötung, Schuppung und Trockenheit führen kann. Eine langsame Gewöhnung und die Anwendung am Abend können helfen.

Brauche ich bei Retinol Sonnenschutz?

Ja, denn die Haut kann unter Retinol lichtempfindlicher werden. Tagsüber ist ein konsequenter Sonnenschutz sinnvoll.

Quellen: Herstellerangaben (INCI-Listen) aus dem Handel, EU-Datenbank CosIng, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Zahlen beziehen sich auf die PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026). So bewerten wir.

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