Retinyl Palmitate (Retinylpalmitat (Vitamin-A-Ester))
Retinylpalmitat ist ein Ester aus Vitamin A (Retinol) und Palmitinsäure. In Hautpflege gilt es als vergleichsweise milde, stabile Vitamin-A-Form, die in der Haut schrittweise umgewandelt wird.
Retinylpalmitat ist ein Vitamin-A-Ester und eine der in Kosmetik am häufigsten eingesetzten Vitamin-A-Formen. Der Ester aus Retinol und Palmitinsäure ist stabiler als reines Retinol und wird in der Haut nur schrittweise umgewandelt: zunächst zu Retinol, dann über weitere Stufen zu Retinsäure, der eigentlich aktiven Form. Deshalb gilt Retinylpalmitat als deutlich schwächer, aber auch milder als Retinol. Eingesetzt wird es in Pflegeprodukten, die die Hauterneuerung unterstützen und das Hautbild glatter wirken lassen sollen.
Für Kosmetik wird der Stoff in der Regel synthetisch hergestellt. Er ist fettlöslich und lässt sich gut in Cremes und Öle einarbeiten. Eine weitere Esterform ist Retinylacetat.
In der PurScore-Datenbank steckt Retinylpalmitat in 3.353 bewerteten Produkten (Stand Oktober 2026), besonders in Gesichtscremes (350), Augencremes (95), Handcremes (77) und Körperbalsamen (73), aber auch in Shampoos (114). Die typische Position ist Platz 18. Da INCI-Listen nach Menge sortiert sind und Stoffe unter 1 % beliebig stehen dürfen, deutet das auf einen geringen Anteil hin.
Retinylpalmitat reizt die Haut seltener als Retinol, Rötungen oder Trockenheit sind bei empfindlicher Haut dennoch möglich. Weil Vitamin A auch über Nahrung und Nahrungsergänzung aufgenommen wird, hat die EU Höchstmengen für Kosmetik festgelegt, um die Gesamtaufnahme zu begrenzen. In der Schwangerschaft raten viele Fachleute vorsorglich zur Zurückhaltung bei Vitamin-A-Derivaten; sprich dazu am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme. Ob der Stoff in Tagesprodukten unter UV-Licht Nachteile hat, wird in der Fachwelt unterschiedlich bewertet.
Rechtlicher Status in der EU
Mit der Verordnung (EU) 2024/996 wurde Vitamin A einschließlich Retinylpalmitat in Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 aufgenommen: höchstens 0,05 % Retinol-Äquivalent in Körperlotionen und 0,3 % Retinol-Äquivalent in anderen Leave-on- und Rinse-off-Produkten.
In welchen Produkten steckt Retinyl Palmitate?
| Produktkategorie | Produkte mit Retinyl Palmitate |
|---|---|
| Kosmetikprodukte | 2.049 |
| Gesichtscremes | 350 |
| Shampoos | 114 |
| Augencremes | 95 |
| Handcremes | 77 |
| Körperbalsame | 73 |
Gut bewertete Produkte mit Retinyl Palmitate
FARMAPOL
FARMAPOL Retinobaza 17000, Creme 30 g, Set 9+1
82/100
URGO DERMOESTETIC
Urgo Dermoestetic Reti Renewal, serum aufbauend-verjüngend, 30 ml
81/100
URGO
URGO DC Reti-Renewal aufbauend-verjüngend serum, 30ml
81/100
URGO
URGO DERMOESTETIC Reti Renewal, serum aufbauend-verjüngend, 30 ml
81/100
ISNTREE
Isntree Hyper
80/100
RETINOBAZA10000 j.m./g
RETINOBAZA10000 j.m./g Gesichtscreme und Körper, mit Vitamin A für die Haut empfindlich
79/100
Retinobaza
Retinobaza 17000
79/100
Farmapol
Farmapol Retinobaza 17000 Creme mit Vitamin A 30 g
79/100
FARMAPO
FARMAPO Retinobaza 10 000 Creme 30 g
79/100
PRZEDS. FARMAPOL SP. Z
PRZEDS. FARMAPOL SP. Z Retinobaza 17000 Creme mit Vitamin A 30 g
79/100
FARMAPOL
FARMAPOL Retinobaza 17000 Creme mit Vitamin A für reife Haut 30 g
79/100
PRZEDS. FARMAPOL SP. Z
PRZEDS. FARMAPOL SP. Z Retinobaza 17000 Creme, 30 g
79/100
Häufige Fragen
Ist Retinyl Palmitate schädlich?
In den in der EU zulässigen Mengen gilt Retinylpalmitat als sicher. Bei empfindlicher Haut können Rötungen oder Trockenheit auftreten, allerdings seltener als bei Retinol.
Darf man Retinylpalmitat in der Schwangerschaft verwenden?
Viele Fachleute raten in der Schwangerschaft vorsorglich zur Zurückhaltung bei Vitamin-A-Derivaten. Kläre die Verwendung am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme.
Was ist der Unterschied zwischen Retinylpalmitat und Retinol?
Retinylpalmitat ist ein Ester des Retinols und muss in der Haut erst umgewandelt werden. Es gilt daher als schwächer, aber auch milder und stabiler.
Quellen: Herstellerangaben (INCI-Listen) aus dem Handel, EU-Datenbank CosIng, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Zahlen beziehen sich auf die PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026). So bewerten wir.