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Retinyl Palmitate (Retinylpalmitat (Vitamin-A-Ester))

Kosmetischer Inhaltsstoff · Stand: Oktober 2026

Retinylpalmitat ist ein Ester aus Vitamin A (Retinol) und Palmitinsäure. In Hautpflege gilt es als vergleichsweise milde, stabile Vitamin-A-Form, die in der Haut schrittweise umgewandelt wird.

3.353Produkte in der PurScore-Datenbank enthalten Retinyl Palmitate
Position 18typische Stelle in der INCI-Liste (Median)
487Marken setzen den Stoff ein
14Schreibweisen in Herstellerangaben zusammengefasst

Retinylpalmitat ist ein Vitamin-A-Ester und eine der in Kosmetik am häufigsten eingesetzten Vitamin-A-Formen. Der Ester aus Retinol und Palmitinsäure ist stabiler als reines Retinol und wird in der Haut nur schrittweise umgewandelt: zunächst zu Retinol, dann über weitere Stufen zu Retinsäure, der eigentlich aktiven Form. Deshalb gilt Retinylpalmitat als deutlich schwächer, aber auch milder als Retinol. Eingesetzt wird es in Pflegeprodukten, die die Hauterneuerung unterstützen und das Hautbild glatter wirken lassen sollen.

Für Kosmetik wird der Stoff in der Regel synthetisch hergestellt. Er ist fettlöslich und lässt sich gut in Cremes und Öle einarbeiten. Eine weitere Esterform ist Retinylacetat.

In der PurScore-Datenbank steckt Retinylpalmitat in 3.353 bewerteten Produkten (Stand Oktober 2026), besonders in Gesichtscremes (350), Augencremes (95), Handcremes (77) und Körperbalsamen (73), aber auch in Shampoos (114). Die typische Position ist Platz 18. Da INCI-Listen nach Menge sortiert sind und Stoffe unter 1 % beliebig stehen dürfen, deutet das auf einen geringen Anteil hin.

Retinylpalmitat reizt die Haut seltener als Retinol, Rötungen oder Trockenheit sind bei empfindlicher Haut dennoch möglich. Weil Vitamin A auch über Nahrung und Nahrungsergänzung aufgenommen wird, hat die EU Höchstmengen für Kosmetik festgelegt, um die Gesamtaufnahme zu begrenzen. In der Schwangerschaft raten viele Fachleute vorsorglich zur Zurückhaltung bei Vitamin-A-Derivaten; sprich dazu am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme. Ob der Stoff in Tagesprodukten unter UV-Licht Nachteile hat, wird in der Fachwelt unterschiedlich bewertet.

Rechtlicher Status in der EU

Mit der Verordnung (EU) 2024/996 wurde Vitamin A einschließlich Retinylpalmitat in Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 aufgenommen: höchstens 0,05 % Retinol-Äquivalent in Körperlotionen und 0,3 % Retinol-Äquivalent in anderen Leave-on- und Rinse-off-Produkten.

In welchen Produkten steckt Retinyl Palmitate?

ProduktkategorieProdukte mit Retinyl Palmitate
Kosmetikprodukte2.049
Gesichtscremes350
Shampoos114
Augencremes95
Handcremes77
Körperbalsame73

Gut bewertete Produkte mit Retinyl Palmitate

Sortiert nach PurScore-Bewertung, höchstens zwei Produkte je Marke, nur Produkte mit vollständiger INCI-Liste.

Häufige Fragen

Ist Retinyl Palmitate schädlich?

In den in der EU zulässigen Mengen gilt Retinylpalmitat als sicher. Bei empfindlicher Haut können Rötungen oder Trockenheit auftreten, allerdings seltener als bei Retinol.

Darf man Retinylpalmitat in der Schwangerschaft verwenden?

Viele Fachleute raten in der Schwangerschaft vorsorglich zur Zurückhaltung bei Vitamin-A-Derivaten. Kläre die Verwendung am besten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Hebamme.

Was ist der Unterschied zwischen Retinylpalmitat und Retinol?

Retinylpalmitat ist ein Ester des Retinols und muss in der Haut erst umgewandelt werden. Es gilt daher als schwächer, aber auch milder und stabiler.

Quellen: Herstellerangaben (INCI-Listen) aus dem Handel, EU-Datenbank CosIng, Verordnung (EG) Nr. 1223/2009. Die Zahlen beziehen sich auf die PurScore-Datenbank (Stand Oktober 2026). So bewerten wir.

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