Unisex-Parfüms
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Bei Unisex-Parfüms ist die INCI-Liste kaum anders aufgebaut als bei Damen- oder Herrendüften, denn die Einordnung beschreibt den Duftcharakter, nicht die Zusammensetzung. Hauptbestandteil ist meist Alcohol Denat, also vergällter Alkohol, der die Duftöle löst und beim Aufsprühen rasch verdunstet. Die eigentliche Komposition verbirgt sich hinter dem Sammelbegriff Parfum. Einzeln aufgeführt werden müssen nur bestimmte Duftstoffe, die als mögliche Kontaktallergene eingestuft sind, sobald sie eine festgelegte Konzentration überschreiten. Deshalb liest du in den meisten Listen Namen wie Limonene, Linalool, Geraniol, Citral oder Coumarin.
Diese Stoffe kommen teils auch in natürlichen ätherischen Ölen vor. Dass sie genannt werden, dient Menschen mit Duftstoffallergie zur Orientierung und ist kein Zeichen, dass ein Parfüm für alle ungeeignet ist. Wer auf einen dieser Stoffe allergisch reagiert, kann die Liste gezielt danach durchsuchen. Mit der Verordnung (EU) 2023/1545 wurde die Liste der einzeln anzugebenden Duftstoff-Allergene deutlich erweitert; mit Ablauf der Übergangsfristen stehen deshalb nach und nach mehr Namen auf den Verpackungen. Manche empfinden den hohen Alkoholanteil auf trockener Haut als unangenehm. In der PurScore-Datenbank sind 641 Unisex-Parfüms bewertet (Stand: Oktober 2026).
Häufige Fragen
Warum stehen Limonene und Linalool auf fast jedem Parfüm?
Beide gehören zu den Duftstoffen, die in der EU ab einer bestimmten Konzentration einzeln angegeben werden müssen, weil sie Kontaktallergien auslösen können, vor allem wenn sie an der Luft oxidiert sind. Sie kommen in vielen Zitrus-, Blüten- und Kräuternoten vor, ob synthetisch hergestellt oder aus ätherischen Ölen gewonnen.
Was unterscheidet ein Unisex-Parfüm von anderen Düften?
Chemisch und rechtlich nichts Grundsätzliches. Die Bezeichnung beschreibt einen Duft, der nicht klar einem Geschlecht zugeordnet wird. Die INCI-Liste ist genauso aufgebaut wie bei jedem anderen Parfüm.
Was tun bei Verdacht auf eine Duftstoffallergie?
Eine Hautärztin oder ein Hautarzt kann mit einem Epikutantest klären, auf welche Stoffe du reagierst. Mit diesem Wissen kannst du INCI-Listen gezielt nach den betreffenden Namen durchsuchen.